Die Entstehung des Karate

Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt!

Gichin Funakoshi (1868-1957) Gründer des Shotokan Karates

Gichin Funakoshi wurde am 10.11.1868 auf Okinawa als Sohn des Stockkampfexperten Gifu Funakoshi geboren. Er entstammt einer Samuraifamilie und erlernte das Okinawa-te schon als Grundschüler zunächst bei Meister Azato. Dieser war ein ranghoher Samurai und einer der herausragenden Kampfkünstler seiner Zeit, ein Meister des Karatestils Shuri-te. Meister Azato hatte nur wenige Privatschüler und damals war es üblich im Geheimen und nachts zu üben und es wurde immer und immer wieder eine Kata (Art des Schattenkampfes) geübt. Eine neue Kata wurde erst dann gelehrt, wenn der Schüler nach Meinung des Meisters die alte gut genug beherrschte. Dies konnte auch schon mal drei Jahre dauern!!

Funakoshi lernte von Meister Azato vermutlich vier oder fünf Kata. Eine Anzahl, die damals üblich war. Kaum ein Meister beherrschte mehr. Und dazu lernte er einen Stil, der sehr kämpferisch und stark zur Ausweichbewegung orientiert war. Ein Stil, dessen Art des Aufbaus der Techniken und der Umsetzung der Energie in Bewegung in keinem anderen Kampfstil in dieser Ausprägung vorkam.

Meister Azato machte Funakoshi mit Meister Itosu bekannt, bei dem er in den Folgejahren ebenfalls lernte. Auch Meister Itosu war ein ranghoher Samurai und in seiner Schule gab es, völlig untypisch für die damalige Zeit, ein Angebot von 23 Kata. Darunter einige wie Tekki, Bassai, Chinte, Jion und Kushanku (Kanku-dai), die sich über Meister Funakoshi bis heute überliefert haben. Itosus Karate lebte von starken Techniken und der Grundidee, dass Hände und Füße Waffen seien und der Körper jeden Schlag aushalten müsse.

Meister Itosu galt als unbesiegbarer Kämpfer, er wurde "die heilige Faust" genannt, und vielleicht konnte er es deshalb wagen, um 1900 das Tôde öffentlich zu lehren und zu verbreiten. Eine damals unerhörte Tat!

Er war es auch, der 1905 als erster Karate an einer öffentlichen Schule unterrichtete. Dazu schuf er einen Stil, der kämpferisch entschärft und in erster Linie gesundheitsfördernd war. Diese Herangehensweise war höchst erfolgreich und erhielt sehr viel Zuspruch. Damit erzwang Meister Itosu die Öffnung vieler bis dahin geheimer Stile.

Durch diese herausragenden Lehrer ausgebildet und durch seinen feinen Charakter bekannt, war Meister Funakoshi der ideale Botschafter des Okinawa-te, des Friedens und der Freundschaft. Somit wurde er von den Meistern Okinawas auserwählt, 1921 einer offiziellen Einladung des japanischen Kultusministeriums zu folgen, um das Okinawa-te bei einer großen Vorführung in der Hauptstadt Tokyo zu demonstrieren.

Kata

Das Studium der Kata stellt einen essentiellen Teil des Karatetrainings dar. Über die Zeit haben sich jedoch leichte Veränderungen innerhalb des selben Stils ergeben. Als Orientierung und Referenz sollen die verlinkten Videos das "Erlernen" unterstützen und als Nachschlagewerk dienen. Zu sehen ist unser Bundestrainer Efthimios Karamitsos.

Die Katas

  • bis 1. Dan
  • Taikyoku Shodan
  • Heian Shodan
  • Heian Nidan
  • Heian Sandan
  • Heian Yondan
  • Heian Godan
  • Tekki Shodan
  • Bassai-Dai
  • Jion
  • Empi
  • Kanku-Dai
  • Hangetsu
  • Schwarzgurte
  • Tekki Nidan
  • Jitte
  • Gangaku
  • Sochin
  • Nijushiho
  • Chinte
  • zusätzliche Schwarzgurte
  • Tekki Sandan
  • Bassai Sho
  • Kanku-Sho
  • Ji’in
  • Meikyo
  • Wankan
  • Unsu
  • Gojushio-Sho
  • Gojushio-Dai
Taikyoku Shodan
Heian Shodan
Heian Nidan
Heian Sandan
Heian Yondan
Heian Godan
Tekki Shodan
Bassai-Dai
Jion
Empi
Kanku-Dai
Hangetsu
Tekki Nidan
Jitte
Gangaku
Sochin
Nijushiho
Chinte
Tekki Sandan
Bassai Sho
Kanku-Sho
Ji’in
Meikyo
Wankan
Unsu
Gojushio-Sho
Gojushio-Dai

Kumite

Kumite bedeutet übersetzt "Begegnung der Hände". Hier kommt die Anwendung aus Kihon und Kata zum tragen. In unserem Dojo wird die ganze Bandbreite, was das "Kämpfen gegen einen Gegner" erfordert trainiert. Das bedeutet wir bereiten auf sportliche Wettkämpfe aber auch für den Ernstfall als Selbstverteidigung vor. Natürlich in einem sicherem Rahmen und nach körperlichen Vorraussetzungen. Jeder soll Spaß dabei haben und wird schrittweise an das Thema herangeführt.

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